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Veyth vom langen Felde

Wer ist Veyth vom langen Felde?

Bürgerlich ist Veyth vom langen Felde der gebürtige Langenfelder Guido. Über mein Frau Ilona bin ich 1998 zur Mittelalter-Szene gekommen (die ganze Geschichte habe ich weiter unten niedergeschrieben). Auf Mittelaltermärkten und Veranstaltungen bin ich als Gaukler unterwegs (siehe Bild rechts), da ich gleichzeitig in der Zeit, als ich zum Mittelalter gestoßen bin, mit der Jonglage begonnen habe.

Meist sind wir auf kleineren Märkten oder Veranstaltungen im Umfeld unseres Wohnortes Aachen unterwegs - viele davon in der Eifel. Wir betreiben und sehen unsere mittelalterlichen Aktivitäten eher als eine Art "freischaffende" Künstler denn als halbprofessionelles oder gar kommerzielles Engagement. Daher mögen wir kleinere Veranstaltungen - auf denen es familiärer zugeht, auf denen man selber aktiv werden kann und auf denen wir viele Freunde und Bekannte kennen und kennengelernt haben - lieber als die großen, durchorganisierten Märkte von bspw. KZK oder Spectaculum. Dies soll aber keine Wertung über diese Märkte sein, denn es gibt phantastisches auf diesen Märkten zu sehen und zu erleben. Als Aktive aber können wir uns auf den kleineren Märkten viel offener und spontaner entfalten.

Aus diesem Grunde sind wir auch nicht Mitglieder in einem mittelalterlichen Verein und planen auch nicht, einem solchen beizutreten. Ebenso legen wir keine so hohen Maßstäbe an die Authentizität bis ins Detail, was viele, vor allem kulturhistorische Vereine (was wir übrigens aus deren Sicht sehr lobenswert finden) tun. Daher legen wir uns auch nicht auf eine genaue Epoche innerhalb des Mittelalters bzgl. unserer Gewandungen und Ausrüstung fest, sondern kombinieren schon einmal Gewandung und Gegenstände der verschiedenen Jahrhunderte. In der Regel bewegen wir uns damit aber in der Zeit zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert. Uns geht es um den Spaß an der Sache, nicht um die kulturhistorische Pflege.

Noch etwas zu meinem Marktnamen: Der Name Veyth (oder Veith) ist eine altsprachliche Form meines richtigen Vornamens Guido. Da ich in Langenfeld (Rhld.) geboren bin, hat es sich für mich angeboten, den Marktnamen Veyth vom langen Felde zu wählen.

Woher kommt Veyth vom langen Felde?

Begonnen hat alles 1998 durch meine (jetzige) Frau Ilona. Sie kannte breits das Geschehen auf mittelalterlichen Märkten und hatte auch schon an einigen Märkten teilgenommen. Nachdem wir im Juli 1998 zusammengekommen sind, hat sie mich eingeladen, zu einem Markt in Heimbach (Eifel) zu einem Besuch zu kommen. Am Sonntag, den 13.09.1998 machte ich mich also auf den Weg zum Markt auf Burg Hengebach.

Am Eingang sollte ich auf Ilona verweisen, um den entsprechenden Wegezoll zu sparen. Zunächst konnte der freundliche Herr am Eingang zwar nichts mit ihrem Namen anfangen, als ich dann aber von einer rothaarigen ("Ach, die Erdbeerblonde") sprach, wußte er, wer gemeint war und ließ mich passieren. So verbrachte ich den Sonntag gemeinsam mit Ilona auf diesem mittelalterlichen Markt und fand das ganze Geschehen dort ganz witzig und interessant.

In meinem Stammchannel im IRC, dem #Hexenkessel, habe ich dann von diesem Markt erzählt. Einer unserer Stammchatter (Nickname Major_Tom, Realname Christian) wollte unbedingt auch einmal an einem solchen Markt teilnehmen, zumal der nächste Markt bereits am folgenden Wochenende in Monschau stattfand, in dessen Nähe eine Freundin von ihm wohnte. Am 19.09.1998 holte ich ihn gegen 14:00 Uhr am Bahnhof in Leverkusen-Opladen ab und gemeinsam machten wir uns auf den Weg zu dem Markt in Monschau.

Gegen 16:00 Uhr waren wir bei leider nicht ganz schönem Wetter in Monschau angekommen. Sowohl das Bier wie auch der Met floßen schon früh in Strömen. Bei Golden Tequila saßen wir dann zur späteren Abendzeit in der Nähe des Zubers. Nach einer kurzen Eifersüchtelei meinerseits wegen Daniel hatte ich das Bedürfnis, den Tequila in schnelleren Dosen zu mir zu nehmen. Nachdem Christian und ich uns genug Mut angetrunken hatten, wagten wir uns beide zu sehr späten Abendstunde auch noch in den mittlerweile leeren Zuber (vorher hätten uns keine 10 Pferde hineinbekommen).

Die Nacht verbrachten wir dann in einer dafür bereitgestellten Turnhalle in Monschau. Die Stimmung am nächsten Morgen war etwas gereizt, denn alle beklagten sich über jemanden, der die ganze Nacht so laut geschnarcht hätte, dass keiner schlafen konnte. Ich konnte das nicht verstehen, ich habe tief und fest die ganze Nacht geschlafen . . .

Am nächsten Morgen dann fuhren wir nach einem kurzen Frühstück zu einem KZK-Markt im Schloß Düsseldorf-Eller. Für mich war wohl schon auf dem Markt in Monschau klar, dass auch ich mich etwas intensiver mit dem Mittelalter und der mittelalterlichen Szene beschäftigen werde - zu diesem Zeitpunkt zumindest so weit, dass ich im nächsten Jahr mit dabei sein wollte, nicht mehr zu den Touristen gehörend, sondern mittendrin (statt nur dabei - oder so).

Im Herbst 1998 gab es dann meine mittelalterliche Premiere: In der Gaststätte "Zur kleinen Kneipe" in Langenfeld wurden mehr oder weniger regelmäßige Mittelalter-Treffen abgehalten. Mit geliehener Gewandung von Frank (dem Alchemikus Magnus von Braunstein) nahmen Ilona und ich daran teil. Im 06.02.1999 hatte Frank dann am Mittwoch vor Altweiberfastnacht eine mittelalterliche Karnevalsparty in der Studentenbar Känguruh im Wohnheim Kullenhof organisiert. Dort gab es - immer noch mit geliehener Gewandung - mein zweites Auftreten.

Im Frühjahr 1999 dann schneiderten Ilona und ich mir endlich eine eigene Gewandung. Am 13.05.1999 ging ich dann zum ersten Male selber als Gewandeter auf einen Mittelaltermarkt - erneut dem Markt auf der Burg Hengebach zu Heimbach. Seitdem bin ich bei vielen kleineren wie größeren Märkten (u.a. Heimbach, Monschau, Düsseldorf, Bielefeld, Krefeld, Willich) oder anderen Veranstaltungen mit wachsender Begeisterung dabei.

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© 15.05.2000 Guido Gehlhaar