Home    IRC    Kryptographie    PGP    Mittelalter    Gaukelei    Tanzen    Privates

Brettchenweben: Anleitung

Übersicht

In den folgenden Kapiteln sind alle Arbeitsschritte beim Brettchenweben Schritt für Schritt beschrieben. Unabhängig von Muster und Technik, in der gewebt werden soll, sind diese Schritte für jedes neue Gewebe durchzuführen. Bestimmte Arbeitsschritte lassen sich mit Hilfsmitteln erleichtern, in der folgenden Anleitung ist davon ausgegangen, dass außer den Materialien nur die Brettchen zur Verfügung stehen. Es werden die Arbeitsschritte für vierlöchrige Brettchen beschrieben. Die Arbeitsschritte selbst sind unabhängig von der Anzahl Löcher der Brettchen, die Anzahl Löcher beeinflußt lediglich die Möglichkeiten bei der Musterbildung.

Das Brettchenweben kann in drei Arbeitsphasen eingeteilt werden:

Beim Weben kann es zu speziellen Problemen kommen (z.B. Reißen eines Kettfadens, neuer Schußfaden wird benötigt), deren Behebung in einem speziellen Problemteil beschrieben sind.

Vorbereiten der Kette

Als erster Schritt müssen die Kettfäden auf eine gleiche Länge zugeschnitten werden. Am einfachsten erfolgt dies, indem die benötigte Anzahl Kettfäden um zwei feste Punkte (z.B. zwei Endkanten eines Tisches) gewickelt werden. Anschliessend können die Kettfäden an einem Ende abgeschnitten werden und man erhält ein Bündel der benötigten Kettfäden:

Sind die Kettfäden für alle benötigten Farben zugeschnitten, werden die Fäden auf die Karten aufgezogen und die gesamte Kette anschließend gespannt. Dieser Vorgang wird als Schären bezeichnet.

Zeitaufwand

Betrachtet man die Zeit für das Erstellen eines kompletten Werkstückes, so sollte man mit ca. 2-3 Stunden für die Vorbereitung eines typischen Bandes (20-30 Karten) vom Zuschneiden der Kettfäden bis zum Beginn des Webvorganges rechnen. Die Zeit für das eigentliche Weben variiert stark vom gewünschten Muster und den verwendeten Materialien. Einfache Muster in Baumwollgarn können von einem geübten Weber in etwa 2 Stunden pro gewebtem Meter erstellt werden, sehr komplexe Muster können aber auch 4 oder mehr Stunden pro Meter benötigen.

Je nach gewünschtem Abschluß kann auch diese Arbeit noch einige Stunden erfordern. Am einfachsten ist es natürlich, die Enden als Fransen zu belassen oder zu einer Troddel zusammenzuknoten. Andere Techniken (Zwirnen, Flechten, Vernähen) sind auch möglich und können in der Literatur nachgelesen werden.

Zurück


© 11.10.2000 Guido Gehlhaar