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Brettchenweben: Anleitung
Auf den folgenden Seiten werden die Techniken und Arbeitsschritte, die zum Weben notwendig
sind, beschrieben. Zunächst ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung angegeben, in der alle Arbeitsschritte beschrieben werden.
Neben den einzelnen Arbeitsschritten wird in den Grundlagen dargestellt, wie
Muster entstehen. Dieses Kapitel beschreibt den theoretischen Hintergrund des Brettchenwebens.
Auch alle Fachbegriffe sind in diesem Kapitel erläutert. Wenn Begriffe wie Schuß oder Kettfaden
nicht bekannt sind, sollte zunächst das Grundlagenkapitel gelesen werden.
Anleitungen zu einzelnen Mustern sind auf den Musterseiten beschrieben.
Die benötigten Materialien werden im Materialteil beschrieben.
Neben der Schritt-für-Schritt-Anleitung, in der einfache Schnurbindungen beschrieben werden, sind auch fortgeschrittene Muster und Techniken beschrieben:
- Diagonalen (in Vorbereitung): Neben den "einfachen" Schnurbindungen können mit zweifarbig geschärten Brettchen
verschiedene Diagonalmuster gewebt werden. Die Grundlagen sind hier beschrieben, verschiedene Muster auf den
Musterseiten zu Diagonalen.
- Doppelseitiges Weben (in Vorbereitung): Mit der Technik des doppelseitigen Weben können beliebige
Motive bzw. Bildmuster gewebt werden. Als Besonderheit erscheint beim doppelseitigen Weben das Motiv auf beiden Seiten des Bandes.
- Köperbindung: Die Weiterentwicklung des doppelseitigen Webens ist die sogenannte Köperbindung,
mit der ebenfalls beliebige Motive gewebt werden können. Aufgrund der Eigenschaften dieser Technik sind Gewebe in Köperbindung
klarer und gesättigter in ihren Farben als Gewebe in der Technik des doppelseitigen Webens. Die Technik selber ist jedoch
nicht einfach, so dass nur fortgeschrittene Weber sich an das Erlernen der Köperbindung wagen sollten.
- Stippengewebe: Werden nur zwei Kettfäden für das Gewebe verwendet, entstehen Gewebe, die von
Stippen (Punkten) durchzogen sind. Diese Technik wird ausführlich in einigen Schriften von Marijke van Epen
beschrieben. Mit dieser Technik lassen sich einfacher als bei der Köperbindung sehr schöne Knotenmuster weben.
- Strukturgewebe: Eine weitere besondere Technik ist das Weben von Strukturgeweben. Bei solchen Geweben werden ein oder mehrere Löcher
nicht mit Kettfäden geschärt. Das Gewebe hat eine manchmal fast dreidimensional wirkende Struktur durch die fehlenden Kettfäden.
Wegen der fehlenden Kettfäden wird diese Technik im englischen Sprachraum als missed hole-Technik bezeichnet; ich werde diese Bezeichnung auch auf meiner Website für diese Technik verwenden.
Auch hiermit lassen sich sehr schöne Knotenmuster weben. Bei solchen Geweben wird genau ein Kettfaden ausgelassen.
- Broschieren (in Vorbereitung): Als letzte Technik wird das Broschieren beschrieben, eine Technik mit der sich bspw.
sehr edle Zierborten weben lassen. Das Broschieren ist jedoch auch die schwierigste und aufwendigste Technik.
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© 18.10.2001 Guido Gehlhaar