Home    IRC    Kryptographie    PGP    Mittelalter    Gaukelei    Tanzen    Privates

Köpermuster

Geschichte

Im archäologischen Museum Archeon (NL) lernten wir im Rahmen des Textilwochenendes 2003 den Sticker Johann Terlouw kennen. Wir freundeten uns an und vereinbarten ein Tauschgeschäft: Für einen gestickten Almosenbeutel des späten Mittelalters sollte ich ihm einen Gürtel, ähnlich dem des Infanten Fernando de la Cerda (gest. 1275) aus dem Convent des Klosters Las Huelgas, Burgos, weben.

Anhand der Fundbeschreibungen in "El Panteon Real De Las Huelgas de Burgos" von Manuel Gómez-Moreno (1946) konnte ich im Laufe des Jahres 2004 die Muster in Köpertechnik entwerfen. Das Weben des Bandes hatte ich mir für den Osterurlaub 2005 vorgenommen. Begonnen habe ich Dienstag, 29.03.2005. Am Mittwoch, 06.04.2004 hatte ich das Band fertig gewebt.

Köpermuster (Burgos)

Technische Details

Das Band ist in Realseide (Nm 11) der Garnveredelung Schmetz (Krefeld) in den Farben Blau (Farbnr. 275) und Gold (Farbnr. 430) gewebt. Die 10 verschiedenen Muster sind in der gleichen Reihenfolge angeordet, wie aus den Tafeln im Anhang von Manuel Gómez-Morenos Fundbeschreibung zu entnehmen ist. Für das Band wurden 47 Brettchen im Mittelfeld und jeweils 2 Randbrettchen, gegeneinander geschärt, verwendet. Das Band hat eine Länge von 2,14 m und eine Breite von ca. 30 mm. Die ornamentalen Muster wurden in der Einpackmethode gewebt, für die einfarbigen Flächen zwischen den Mustern habe ich die Zweipackmethode verwendet. Der Wechsel der Köpergratrichtung fand dabei nach 38 Drehungen für den einfarbigen Köper statt. Für den Gratrichtungswechsel wurden 2 Drehungen benötigt, das nächste Muster wurde nach weiteren 38 Drehungen in die andere Köpergratrichtung begonnen.

Almosenbeutel

Almosenbeutel

Zurück


© 08.04.2005 Guido Gehlhaar