Ursprünglich ist die Idee zu der hier beschriebenen Widderhorn-Variation aus einer Kette entstanden, mit der meine Frau einen Schlüsselanhänger für meinen Schwager gewebt hat. Aus der restlichen Kette haben wir Lesezeichen hergestellt. Auf dem Frühjahrsmarkt in Reichelsheim-Fronhof habe ich dann die Variation probiert. Diese gefiel mir so gut, dass ich das Band in Naturtönen für einen Gürtel geschärt habe. Die Kette habe ich auf dem Mittelaltermarkt in Stolberg innerhalb eines Tages (am Samstag) komplett gewebt.
Die Schärung entspricht exakt dem Widderhorn, wobei ich bei dieser Variation die Brettchen des äußersten Randes (Brettchen 1 und 22) und die des inneren Randes (Brettchen 2 und 21) in der gleichen Farbe schäre:

Der Drehrhythmus unterscheidet sich nur gering von einem normalen Widderhorn:
Diesen Drehrhythmus kann man sich wie folgt merken: Zuerst alle Brettchen 4 rw, 4 vw. Dann die Brettchen wie beim normalen Widderhorn aufteilen, die nächsten 4 Drehungen nach den 4 vw so weiter weben, als würde man ein normales Widderhorn weben, dann im Mittelfeld wieder einen kompletten Richtungswechsel aller Brettchen vornehmen.
Als Schußfaden wird in der Faden O verwendet.
| Kettfaden | Wolle | Farbe | Anzahl |
|---|---|---|---|
| O | Schachenmayr Catania (100% Baumwolle) | 157 (Partie 010) | 36 |
| X | Schachenmayr Catania (100% Baumwolle) | 188 (Partie 017) | 24 |
| I | Schachenmayr Catania (100% Baumwolle) | 108 (Partie 056) | 28 |
Das Band habe ich auf dem Mittelaltermarkt in Stolberg 2003 verkauft. Da die Käuferin noch ein gleiches Stirnband brauchte, habe ich dieses Muster in einer anderen Garnstärke gewebt.
| 1,585 Meter |