Am 9.9.2000 waren wir zu einer mittelalterlichen Hochzeit eingeladen. Als handwerkende Zunft besitzt man aber in der Regel keine einem solchen Anlaß angemessenes Gewandung. Als beschlossen meine Frau uns ich uns Festgewandungen zu schneidern. Für mich wurde ein hochmittelalterliches Oberteil (Mitte 13. Jhrd.) in dunkelblau geschneidert, zu dem ich mir diese Zierborten für Halsausschnitt und Abschluß aus Seidengarn (Knopflochgarn) gewebt habe.

Das Anweben erfolt bei Stellung A-D nach oben. Das Muster wird durch viermaliges Drehen der Karten vom Weber weg und anschließendem Wechsel mit viermaligem Drehen zum Weber hin und erneutem Wechsel erzeugt. Um einen schönen Randabschluß zu erhalten, habe ich die Karten der beiden jeweils äußeren Kettfäden immer in eine Richtung gedreht, bis auf den Kettfäden die Spannung zu groß wurde und dann am Rand die Drehrichtung der Karten geändert.
Als Schußfaden wird der Faden X verwendet.
| Kettfaden | Wolle | Farbe | Anzahl |
|---|---|---|---|
| X | Bavaria Knopflochgarn 30/3 | 392 | 16 |
| O | Gütermann Knopflochgarn S1003 | 800 | 28 |
| I | Gütermann Knopflochgarn M1003 | 315 | 32 |
| S | Amann Knopflochgarn 30/3 | 341 | 6 |
| G | Ackermann Seralon Knopflochgarn | 600 | 12 |
| H | Gütermann Knopflochgarn 30/3 | 196 | 12 |
| Abschlußborte: 1,56 Meter | |
| Halsausschnittborte: 0,71 Meter |